Sportordnung des DSB

Regeln für Pistole und Revolver Teil 2; Seite 8 2 Printausgabe der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes, Stand 01.01.2022 2.7.3 Munitionsversager Munitionsversager werden anerkannt, wenn: 1. ein Geschoss im Lauf stecken bleibt; 2. der Hahn entspannt ist und im Patronenlager eine Patrone steckt, die einen Eindruck des Schlagbolzens zeigt. 2.8 Meldung einer Störung Nur der erste Defekt, gleich ob zulässig oder nicht zulässig, wird untersucht. Wenn infolge einer Störung ein Schuss nicht abgegeben werden konnte oder der Schütze eine Störung melden möchte, hat er das Sportgerät in Schussrichtung zu halten. Er verständigt die Aufsicht durch Heben der freien Hand ohne dabei andere Schützen zu stören. Der Schießleiter oder eine von ihm beauftragte waffenkundige Person prüft daraufhin das Sportgerät. 2.8.1 Untersuchung der Störung Wenn eine Störung gemeldet wird, müssen der Schießleiter oder sein Beauftragter nach Beendigung der Serie, falls der Verschluss der Pistole geschlossen ist, zuerst auf die Sicherung sehen und dann an einem geeigneten Platz die Pistole, durch die einmalige Betätigung des Abzuges, abfeuern. Bricht der Schuss, so ist erwiesen, dass keine Störung vorlag. Nicht abgegebene Schüsse gelten als Fehler. Bricht der Schuss nicht, wird die Untersuchung fortgesetzt. Liegt eine Waffenstörung oder ein Munitionsversagen vor, so darf der Schütze nach Behebung des Schadens das Schießen zu einer von der Schießleitung festzusetzenden Zeit fortsetzen. 2.8.2 Anerkannte Störung Die unterbrochene Serie wird nicht abgeklebt und wiederholt (25 m Schnellfeuerpistole, 25 m Standardpistole, 10 m Mehrschüssige Luftpistole, 25 m Pistole/Revolver (2.50 ff.), bzw. komplettiert (25 m Pistole, 25 m Zentralfeuerpistole). Pro Scheibe werden die niedrigsten Schusswerte der zwei Serien (oder der drei Serien im 60-Schussprogramm 10 m Mehrschüssige Luftpistole) gewertet. Bei Wiederholung der Serie (25 m Schnellfeuerpistole, 25 m Standardpistole, 10 m Mehrschüssige Luftpistole, Pistole/Revolver Regel 2.50 ff.), werden pro Scheibe die niedrigsten Schusswerte, entsprechend der Höchstzahl in einer Serie abgegebenen Schüsse (auch Fehler) der zwei Serien (oder der drei Serien im 60-Schussprogramm „Mehrschüssige Luftpistole“) gewertet. Der Schütze muss alle fünf Schuss auf die Scheibe(n) in der Wiederholungsserie schießen. Schüsse, die nicht abgegeben werden oder die Scheibe(n) nicht getroffen haben, müssen als Fehler gewertet werden. Sollte eine weitere Störung erfolgen, werden die nicht abgegebenen Schüsse nicht als Fehler gewertet. Im Wettbewerb 25 m Pistole und 25 m Zentralfeuerpistole wird die Serie durch die Anzahl der nicht abgegebenen Schüsse der unterbrochenen Serie komplettiert. Wenn einer der gleichzeitig schießenden Schützen eine Waffenstörung oder einen Munitionsversager hat, muss die Wiederholungsserie bzw. Komplettierung der Serie in der Zeit der darauffolgenden regulären

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