Sportordnung des DSB

Regeln für Pistole und Revolver Teil 2; Seite 4 2 Printausgabe der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes, Stand 01.01.2022 Meint ein Schütze, dass die Vorlaufzeit zu kurz oder zu lang oder sonst nicht regelgerecht war, muss er seine Pistole in Richtung Kugelfang halten, die Annahme der Serie verweigern und unverzüglich die Standaufsicht / Schießleitung oder die Jury durch Heben der freien Hand verständigen, ohne andere Schützen zu stören. Stellt sich heraus, dass der Einwand gerechtfertigt war, darf er die Serie neu beginnen. Stellt sich heraus, dass der Einwand nicht gerechtfertigt war, darf er die Serie schießen, wird aber mit Abzug von zwei (2) Ringen vom Ergebnis dieser Serie bestraft. 2.5.2 Störungen bei der Schussabgabe Fühlt sich der Schütze bei Abgabe des Schusses gestört, muss er seine Pistole in Schussrichtung halten und unverzüglich die Schießleitung/Standaufsicht/Jury durch Heben der freien Hand verständigen, ohne andere Schützen zu stören. Ergibt die Prüfung, dass der Protest begründet ist, wird wie folgt verfahren: 1. Die Serie (25 m Schnellfeuerpistole, 25 m Standardpistole, 25 m Pistole/Revolver (2.50) muss gestrichen werden, und der Schütze darf die Serie wiederholen; 2. Die abgegebenen Schüsse (25 m Pistole, 25 m Zentralfeuerpistole) werden gestrichen und der Schütze darf die Serie wiederholen. Ergibt die Prüfung, dass der Protest nicht begründet ist, wird wie folgt verfahren: 1. Hat der Schütze die Serie fertig geschossen, werden der Schuss oder die Serie gewertet. 2. Hat der Schütze seine Serie wegen der beanstandeten Störung nicht fertig geschossen, darf er die Serie wiederholen oder komplettieren. Wertung und Strafen sind hierbei folgende: 3. Im Wettbewerb 25 m Schnellfeuerpistole darf die Serie wiederholt werden, wobei der jeweils schlechteste Schuss auf jeder Scheibe gewertet wird. 4. In den Wettbewerben 25 m Standardpistole, 25 m Pistole/Revolver (2.50 ff.) darf die Serie wiederholt werden, und es werden die jeweils fünf schlechtesten Schüsse auf der Scheibe, entsprechend der Höchstzahl der in der Serie abgegebenen Schüsse, gewertet. 5. In den Wettbewerben 25 m Sportpistole und 25 m Zentralfeuerpistole wird die Serie komplettiert und als Ergebnis gewertet. Zusätzlich werden vom Ergebnis der wiederholten, bzw. komplettierten Serie zwei Ringe abgezogen. Bei Wiederholung einer Serie müssen alle fünf Schüsse auf die Scheibe geschossen werden. Schüsse, die nicht abgegeben werden oder die Scheibe nicht treffen, werden als Fehler gewertet. Gibt ein Schütze mehr Wettkampfschüsse auf eine Scheibe ab als im Programm vorgesehen sind oder gibt er in einer Serie 25 m Pistole-Duell oder 25 m Zentralfeuerpistole-Duell beim Erscheinen der Scheibe mehr als einen (1) Schuss ab, wird (werden) der (die) höchste(n) Schusswerte im Ergebnis dieser Scheibe abgezogen, außerdem werden ihm 2 Ringe pro zu viel abgegebenen Schuss vom Ergebnis der geschossenen Serie abgezogen. Eine Serie gilt in dem Augenblick als begonnen, wenn das Kommando ACHTUNG oder das entsprechende Signal/Kommando START (bei stehenden Scheiben) erfolgt ist. Jeder danach abgegebene Schuss wird als Wettkampfschuss gewertet. Jeder nach dem Kommando LADEN, aber vor Beginn der Wettkampfserie unbeabsichtigt abgegebene Schuss (Schüsse) wird für den Wettkampf nicht gewertet, aber der Schütze wird mit zwei (2) Ringen Abzug von der folgenden Serie bestraft. Diese Regelung trifft nicht auf die Probeserien zu.

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